Outdoorschränke

Beschreibung

Die Anzahl der Abonnenten stieg in den letzten Jahren wesentlich. Die immer dichteren Stadtnetze mit empfindlichen Leitungen, haben die Hersteller der Telekommunikationsverbindungen dazu gezwungen, Kabelsysteme zu entwickeln und zu verwenden, die unter der Erde verlegt werden. Die immer breiteren Frequenzbände trugen dazu bei, dass die Installationen mit Kupferleitungen keine entsprechende Qualität der Transmission gewährleisten konnten.

Breitere Frequenzbände innerhalb der schnellen Netze, wie Gbit Ethernet oder ATM, bedeuten, dass Kupferleitungen durch komplizierte elektronische Systeme unterstützt werden müssen. Aus diesem Grund sind hier Lichtleiter eine gute Alternative.

Aus Kostengründen ist der Schutz der bereits vorhandenen Infrastruktur und die wiederholte Nutzung des möglichst größten Teils der existierenden Kabelnetze eine der wichtigsten Aufgaben der Netzbetreiber. Diese Möglichkeit bieten Zugangssysteme. Sie ermöglichen es, Kupferkabel mit einer großen Anzahl von Paaren durch LWL-Kabel allmählich zu ersetzen. Diese Lösung ermöglicht es, die existierenden Teilnehmerleitungen nicht nur für Dienstleistungen im Bereich Telefonie und ISDN, sondern auch für Transmissionsströme von 2 Mb/s mittels der digitalen Technologien der Teilnehmerleitungen zu nutzen.

Die Technologie der Zugangszentralen macht es möglich, die bestehenden Transmissionsnetze mittels sehr teurer elektronischer Anlagen zu modernisieren. Aus Kostengründen werden die alten Installationen (Kupferkabel) mit den neuen (Lichtleiter) meistens mithilfe der Outdoorschränke verbunden. Die Hauptaufgabe des Schrankes ist der vollständige Schutz der in seinem Inneren eingebauten Geräte. Der Schrank muss vor ungünstigen Witterungsverhältnissen (Regenund Schneefälle, Sonnenstrahlung, hohe Verstaubung u. ä.) sowie Eingriffen von unbefugten Personen schützen.

Eine wichtige Aufgabe des Schrankes beruht darauf, in seinem Inneren bestimmte thermische Bedingungen aufrechtzuerhalten, die je nach eingesetzten Geräten unterschiedlich sind. Die Konstruktion des Schrankes ermöglicht seine praktisch beliebige Verteilung für die Innenausstattung. Dies erlaubt wiederum, die Schränke nicht nur in den Zugangssystemen, sondern auch überall dort einzusetzen, wo der Schutz für die unter extremen Bedingungen betriebenen Außenanlagen erforderlich ist. Schränke der Firma ZPASNET finden Verwendung in der Telekommunikation, auf Schiffen und Bohrplattformen, in Pumpwerken für Gas, Heizkraftwerken, Stadtwerken, Raffinerien, Zementwerken, sowie zum Schutz von Steueranlagen für Straßenbeleuchtung usw.
Als Hersteller von Outdoorgehäusen kooperiert ZPASNET mit solch bekannten Firmen, wie: Aster City, Clearwire, Delta Energy Systems, DGT, Eltek Polska, Energis Polska, Ericsson, Keymile, Molex (Norwegen), Multimedia, Netia, Nokia Siemens, Polkomtel, Sprint, Sunlight Systems (Griechenland), Teletra Komtrans, Telzas und TP SA.
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Technische Daten
Material:
Schrankgerüst - Aluprofil
Seitenwände und Türen - Aluprofil
Dach (Innenmantel) - Alublech mit einer Stärke von 1,5 mm
Dach (Außenmantel) und Sockel - alternativ: Blech aus Edelstahl bzw. Stahlblech mit Aluzink-Beschichtung

Oberfläche: - Aluprofile des Gerüstes und Alurahmen der Wände und der Türe: eloxiert (in der Version EMC – chromatiert und pulverlackiert)
- Aluprofile der Wände und der Türe: chromatiert und pulverlackiert, RAL 7035.
- Innenmantel des Daches: Alu (natur)
- Der Sockel und der Außenmantel des Daches: Pulverlackierung, RAL 7035
- Bei den Schränken in der EMC-Version ist die elektrische Leitfähigkeit zwischen einzelnen Konstruktionsteilen gewährleistet.

Schutzart: SZD-Schränke haben standardmäßig eine Schutzart IP 54 (entsprechend der Norm EN 60529). Bei Bedarf kann sie auf IP 65 erhöht werden.

Anmerkung: ZPAS S.A. behält sich das Recht vor, Konstruktionsänderungen vorzunehmen. Alle technischen Lösungen der SZD-Schränke sind beim polnischen Patentamt angemeldet.
Gerüst
Die Tragkonstruktion des Schrankes besteht aus einem Gerüst aus Aluprofilen, die durch Verbindungsstücke miteinander verbundenen sind. In den Profilen befinden sich Kanäle, welche die Montage eines Drehrahmens bzw. eine beliebige Gestaltung der Tragkonstruktion ermöglichen.
Das Gerüst des Schrankes wird standardmäßig auf einem Sockel aufgestellt. Die Höhe des Gerüstes beträgt je nach Wunsch des Kunden zwischen 40 und 300 mm.
Tür und Seitenwände
Die Tür und die Seitenwände des Schrankes sind aus ineinander schnappbaren Aluschienenprofilen ausgeführt, die eine Doppelwand mit einer Luftschicht bilden. In den Schranktüren werden Drehstangenschlösser (2 Punkten) eingesetzt. Die Türklinke ist aus Alu-Zink-Legierung gefertigt. Auf Wunsch des Kunden können in das Schloss verschiedene Schlosszylinder eingebaut werden (ABLOY, EMKA usw.). Die Tür kann zusätzlich mit einer Durchführung für vorübergehendes Einführen eines Kabels ausgestattet werden (z.B. für Kabel des externen Stromaggregates).
Dach des Schrankes in der Standardausführung
In der Standardausführung besteht das Dach aus zwei Mänteln aus Blech mit einer Stärke von 1,5 mm. Zwischen beiden Schichten befindet sich eine Luftschicht zur Abführung des Kondensats.

Dach in Sonderausführung
Im Falle, wenn das Schrank zusätzliche Kühlung benutzt und die Seitenwänden- und Türdurchlüftung nich ausreichen sind, gebe es eine Möglichkeit, ein spezielles Dach auf Sonderausführung, der aus drei Blechschichten besteht, zu bestellen. Die Blechschichten bilden zwei Luftkammer.
In einem kann man Lüfter installieren, welche die Zirkulation fördern. Die Benützung von Doppelkammerdach erhöht das gesammte Schrankhöhe um 100 mm. Im Dach kann man Transportösen installieren.
Abmessungen der SZD-Schränke
Der Schrank hat eine modulare Bauweise. Der wichtigste Bestandteil des Schrankes besteht aus mittels Schnappverbindungen verbundenen Paneelen und Aluprofilen. Diese Bauweise ermöglicht das Herstellen von Schränken, die beliebige Massen in allen 3 Dimensionen haben. Jedes Gehäuse wird unter Berücksichtigung der individuellen Kundenwünsche angefertigt, inkl. Schrankausstattung: Es ist möglich, zusätzliche Aufteilungen und beliebige Tragkonstruktion einzuführen.
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Gerüst des SZD-Schrankes, aufgestellt auf einem Sockel

Gerüst des SZD-Schrankes, aufgestellt auf einem Sockel

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Zwangslüftung mit innerem Luftkreislauf und Schwerkraftlüftung mit äußerem Luftkreislauf
Um die Wärme der im Schrank eingebauten Anlagen besser abführen zu können, werden im Schrank Lüftungspaneele eingebaut. Sie beschleunigen die Luftzirkulation innerhalb des Schrankes und des Schrankgehäuses Bei zu niedrigen Außentemperaturen werden Lufterhitzer mit Thermostaten verwendet. Diese Anlagen sichern die störungsfreie Arbeit der Zugangsysteme.

Zwanglüftung mit inneren und außeren Luftzirkulation
Im Schränken, die auf das hohe Sonnenauswirkung ausgesetzt sind, empfehlt man ein doppeltes Luftzirkulationssystem. Das Luft durchströmt zwischen Doppel Seitenwänden und -Tür. Die zusätzliche Luftaustauch ermöglichen Lüfter im Dach. Im Falle von niedrigen Temperaturen verwendet man Heitzungsgeräte, die mit Thermostaten verbunden sind. Diesen Lösungen ermöglichen ein dauerendes und fehlerloses Arbeit.

Lüftung mit einem Wärmetauscher und direkte Lüftung
In Schränken, deren Anlagen sehr viel Wärme abgeben, wurden zur besseren Kühlung Kreuzwärmetauscher eingebaut. Der Wärmetauscher ist eine Art Radiator mit zwei Luftströmen: Warmluft von innen (abgegeben an die Platten des Radiators) und Kaltluft von außen, die den Wärmetauscher kühlt. Die Kreuzbauweise des Wärmetauschers verhindert, dass die beiden Luftströme sich mischen.
Eine andere Lösung ist die direkte Lüftung des Schrankes. Diese wird verwendet, wenn sehr viel Wärme abgeführt werden muss. In dem Dach bzw. auf der Tür des Schrankes werden Lüfter eingebaut, welche die Luft von außen ansaugen (durch die doppelte Wand und einen Filter). Die Luft von außen strömt durch die wärmestrahlenden Geräte, und wird dann nach außen durch das Dach bzw. durch die Öffnungen in der Schranktür geleitet.
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Schränke mit Klimaanlagen
Im dem Fall, dass in den Schränken eine niedrigere Temperatur als die Außentemperatur notwendig ist, werden dort Klimaanlagen eingebaut. Ihre Leistung hängt von den zu erwartenden Klimabedingungen innerhalb des Schrankes, von den durch aktive Geräte abgegebenen Wärmemengen und von den Abmessungen des Schrankes ab. Je nach Kundenwunsch ist es möglich, diese Anlagen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gehäuses zu installieren.
Bei der Montage innerhalb des Schrankes wird die Klimaanlage an der Tür bzw. in den klappbaren seitlichen Blenden angebracht, so dass für die Wartung ein leichter Zugang gewährt ist.
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Klimabezogene Prüfungen
SZD-Schränke, welche mit Anlagen der Zugangssysteme von unterschiedlichen Lieferern ausgestattet sind (Siemens, Ericsson, DGT und Ascom), wurden hinsichtlich der Klimabedingungen im Labor für die Untersuchung der Qualität von Fernmeldeanlagen an der Fakultät für Elektrotechnik der Stettiner Technischen Hochschule untersucht. Schränke wurden in einer Klimakammer angebracht, wo sie erst 12 Stunden lang einer Kälteprobe bei einer Temperatur von -33 °C unterlagen, und dann weitere 12 Stunden einer Wärmeprobe (+40 °C).

Prüfung der IP-Schutzart
SZD-Schränke wurden untersucht hinsichtlich der IPSchutzart. Die Messungen wurden strikt nach folgendem Ablauf durchgeführt:
- Messung der IP- Schutzart
- Rüttelprüfung
- nächste Messung der IP-Schutzart

Die beiden Tests, vor und nach der Rüttelprüfung, haben den Wert der IP-Schutzart bestätigt. Die Prüfungen sind in zwei unabhängigen Laboren durchgeführt worden:
- im Labor für die Untersuchung der Qualität von Fernmeldeanlagen an der Fakultät für Elektrotechnik der Stettiner Technischen Hochschule,
- im Labor ZPBE ENERGO POMIAR

Prüfungen des Schrankes Hinsichtlich der Akustik
Ein Schrank mit der bestimmten Anzahl der Lüfter und Erhitzer (laut der nachstehenden Zeichnung) wurde untersucht hinsichtlich des emittierten Schalls.
Bereich für Batterie
Der Bereich für Batterie befindet sich im unteren Teil des Schrankes. Seine Aufgabe ist die Notstromversorgung. Zum Senken von hohen Temperaturen, die während der Sommerzeit in diesem Bereich entstehen können, werden 2 Methoden verwendet:
- Kühlung mittels einer Wärmebatterie,
- Kühlung mittels Lüfter – die Durchlüftung erfolgt durch den Mantel des Schrankes.

Bereich für Systemgeräte
Standardmäßig befindet sie sich im zentralen Teil des Schrankes und ist mit einem Montagebalken im Standard 19" bzw. 21" ausgestattet. Zum alternativen Ausstattung gehört ein Drehrahmen. In diesem Bereich werden aktive Geräte der lokalen Zugangsysteme montiert (Zubehör für Lichtleiterkabel und für Patchpanel).

Bereich MDF
Dieser Teil ist für den Operateur vorgesehen und ist mit fernmeldetechnischen Verbindungen ausgestattet (Kupferinstallation). Zusätzlich kann diese Kammer mit einer speziellen, beweglichen Konstruktion ausgestattet werden, welche das Anpassen an Anschlussleisten jeglicher Art ermöglichen.

Bereich für Energietechnik
Dieser Bereich ist für Stadtwerke vorgesehen und dient der Einführung der Stromversorgung. Hier befinden sich Sicherungen und der Anschluss für das Notstromaggregat, das im Fall von ernsthaften Netzstörungen verwendet wird. Auch ein Stromzähler kann in diesem Bereich eingebaut werden. In diesem Fall wird hier zusätzlich ein Schauöffnung eingebaut, mithilfe derer sich der Zähler ablesen lässt, ohne dass man die Schranktür öffnen muss.
Bereich für Batterie
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Bereich für Systemgeräte
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Bereich MDF
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Bereich für Energietechnik
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SZD-Schränke werden auch als Gehäuse für Messungssysteme und für Energieverteiler genutzt. Derartige Gehäusen benötigen eine besondere Organisation des Schrankinneren. Die in anderen Anwendungen verwendeten Tragbalken werden durch eine Montageplatte mit Querbalken ersetzt. Oft installiert man von außen zusätzlich einen Anschluss an das energetische Netz.
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An den SZD-Schränke lassen sich auch von außen größere USV-Anlagen montieren, welche die Telekommunikationsgeräte kabellos mit Strom versorgen können. Der Innenraum des Schrankes ist in 2 Bereiche aufgeteilt: Bereich für Batterien (unterer Teil) und der Bereich für Geräte (oberer Teil). Auf Kundenwunsch ist es möglich, zusätzlich ein spezielles Dach zu fertigen, in dem die Elektroausstattung angebracht wird.
In den Schränken werden auch USV-Anlagen mit großer Leistung montiert. Das ist verbunden mit der Abgabe von großen Mengen an Wärme. Zur Erhaltung entsprechender klimatischer Bedingungen innerhalb des Gehäuses ist die direkte Lüftung vorgesehen. Diese wird durch zwei Lüfter (510 m³/h) betrieben, die entweder im Dach oder an der Tür montiert sind.
Ein zusätzliches Steuerungssystem schaltet bei Bedarf zusätzliche Dachlüfter ein. Die Drehzahl der Lüfter kann stufenlos reguliert werden und ist abhängig von der Temperatur der innen installierten Geräte.
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Oft ist es notwendig, in einem Schrank einige Jahre nach dessen Aufstellung zusätzliche Geräte anzubringen. Da der Innenraum des Schrankes bereits verwendet wurde, ist dieses oft für Installateure ein großes Problem. Aus diesem Grund entwickelte die Gruppe ZPAS drei Methoden zur Vergrößerung des Schrankvolumens.

1) Seitlicher Ausbau des Schrankes
– hier werden an den bestehenden Schrank seitlich zusätzliche Teile angebracht, die beliebig genutzt werden können (MDF, Elektronik, Energie, Batterie).

2) Zusatzhülle
– die Demontage der Türen und Blenden des alten Schrankes und die räumliche Erweiterung durch ein neues, größeren Gehäuse. Das neue Gehäuse umhüllt die bereits existierenden Anlagen und ermöglicht die Montage der neuen Geräte. Bei dieser Variante besteht nicht die Notwendigkeit, die Arbeit der vorhandenen Anlagen zu unterbrechen.

3) Erweiterung nach oben
– Außen- und Innenmantel des Daches werden demontiert um dort einen Aufsatz aufzustellen.
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