IP-Klasse, Material, Thermomanagement, Montage — die wichtigsten Entscheidungskriterien beim Kauf eines Outdoorgehäuses, erklärt vom Hersteller.
Ein Outdoorgehäuse — auch Outdoorschrank, Freiluftschrank oder Außengehäuse genannt — ist ein wetterfestes Gehäuse für den dauerhaften Einsatz im Freien, ohne Gebäude- oder Dachschutz. Es schützt eingebaute Elektronik, Steuerungen und Netzwerkkomponenten zuverlässig vor Regen, Wind, UV-Strahlung, Schnee, Temperaturschwankungen und unbefugtem Zugriff.
Der entscheidende Unterschied zum normalen Schaltschrank: Ein Outdoorgehäuse ist für alle Witterungsbedingungen ausgelegt — von arktischer Kälte bis zur Wüstenhitze — und erfüllt höhere Anforderungen an Schutzart, Stoßfestigkeit und Thermomanagement. ZPAS Schaltschränke für Innenbereiche sind separat erhältlich.
Kurzdefinition: Ein Outdoorgehäuse ist ein Allwettergehäuse nach EN 60529 (IP-Schutzart) und EN 62262 (Stoßfestigkeit IK), konzipiert für den Dauerbetrieb im Außenbereich ohne zusätzlichen Gebäudeschutz.
Die IP-Schutzklasse (Ingress Protection nach EN 60529) ist das wichtigste Auswahlkriterium für ein Outdoorgehäuse. Sie beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper (1. Ziffer) und gegen Wasser (2. Ziffer).
Als Faustregel: IP55 deckt 90 % aller Außenanwendungen ab. IP65 ist nur dann notwendig, wenn direkter Wasserstrahl unter Druck oder Hochdruckreiniger zu erwarten sind. Eine vollständige Erklärung aller IP-Klassen finden Sie in der IP-Tabelle im FAQ.
Ergänzend zur Schutzart gilt: IK10 (Stoßfestigkeit nach EN 62262, 20 Joule) ist die höchste Klasse für mechanischen Schutz — Standard bei ZPAS Outdoorgehäusen. Relevant überall dort, wo Vandalismus, Fahrzeugnähe oder raue Industrieumgebungen eine Rolle spielen.
Das dominierende Material für qualitative Outdoorgehäuse ist eloxiertes Aluminium — und das aus gutem Grund:
ZPAS fertigt Outdoorgehäuse in der Alum-Baureihe (SZD) aus eloxiertem Aluminium. Stahlblech-Versionen sind optional möglich — etwa aus Kostengründen für gut geschützte Standorte mit kurzer Betriebszeit. Kunststoff-Gehäuse (GFK/Polyester) werden von ZPAS nicht gefertigt.
Technik erzeugt Verlustleistung — und die muss abgeführt werden, ohne die Schutzart zu gefährden. Im Außenbereich kommen Sommer-Hitze und Frost als zusätzliche Faktoren hinzu. ZPAS integriert je nach Anwendung verschiedene Thermomanagement-Systeme:
Faustregel: Für Verlustleistungen bis ca. 50 W reicht oft natürliche Konvektion. Ab 100–200 W empfiehlt sich ein LL-Wärmetauscher. Ab mehreren hundert Watt ist eine aktive Kühlung (Klimaanlage oder AHP) sinnvoll.
ZPAS Outdoorgehäuse der SZD-Baureihe sind in der Bauhöhe von 400 bis 3.000 mm lieferbar, Breite und Tiefe in 100-mm-Schritten frei wählbar — ohne Sonderzuschlag. Das ermöglicht projektspezifische Anpassung, ohne auf Kompromisse bei der Standardisierung einzugehen.
Besonders praktisch: Das Anreihsystem. ZPAS Outdoorschränke lassen sich seitlich aneinanderreihen. Projekte können mit einem einzelnen Gehäuse starten und bei wachsendem Platzbedarf einfach erweitert werden — zweiter, dritter Schrank daneben, mechanisch und optisch zu einer Schrankreihe verbunden. Keine Neuplanung, kein Austausch.
Für wandnahe Montage oder Fundamentierung steht die SZD-S-Sockelausführung mit integrierten Hebeösen zur Verfügung.
Achten Sie beim Kauf auf normkonforme Prüfung — nicht nur auf Herstellerangaben ohne Zertifikat:
Alle Konformitätserklärungen und Zertifikate sind im ZPAS Downloadbereich verfügbar.
Wer Outdoorgehäuse direkt beim Hersteller kauft, profitiert von:
IP55 Standard, IP65 auf Anfrage — Angebot in 2 Werktagen.
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