Gehäuse für Pharma
& Lebensmittelproduktion
Wo täglich mit Heißdampf, Säuren und Laugen gereinigt wird, scheidet lackiertes Blech aus: ZPAS liefert Edelstahl-Gehäusetechnik für Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaproduktion — SWN Inox in IP 65 aus AISI 304 oder 316, glatte Flächen, geschäumte Dichtungen, hygienegerecht konstruiert.
Angebot anfragen Edelstahlgehäuse ansehenHygiene entscheidet über den Werkstoff
In Produktionsbereichen mit Nassreinigung, CIP-Medien und Desinfektionsmitteln müssen Gehäuse zwei Prüfungen bestehen: die tägliche Chemie- und Dampfkeule — und den Hygieneblick des Auditors. Edelstahl 1.4301 (AISI 304) ist dafür der Standard, bei chloridhaltigen Medien AISI 316/316L. Glatte, fugenarme Flächen, geschweißte Korpusse und geschäumte Dichtungen verhindern Schmutznester; IP 65 hält Strahlwasser aus der Reinigung zuverlässig draußen.
Kern des Programms ist das SWN-Inox-Wandgehäuse (300×200 bis 1000×800×300 mm); dazu kommen Bedienpulte in Edelstahl und Sonderkonstruktionen nach Zeichnung — etwa Reinraum-Verteiler oder Sondertiefen für Prozesstechnik.
Typische Einsatzfälle
Molkerei & Getränke
Steuerungs- und Verteilergehäuse in Abfüllung und CIP-Bereichen — beständig gegen Laugen, Säuren und Heißdampf.
Fleisch- & Nassbereiche
Tägliche Hochdruckreinigung: IP 65, geschweißter Korpus, keine Schmutzkanten — der Klassiker für die Zerlegung.
Pharma & GMP-Umfeld
Korrosionsfreie, abriebfeste Gehäuse für Steuerungen in produktionsnahen Zonen — desinfektionsmittelbeständig.
Reinraum & Labor
Glatte Oberflächen, minimale Partikelanhaftung — als Wandgehäuse oder Sonderkonstruktion mit Spezialdichtung.
Trockenbereiche & Verpackung
Wo Standard reicht, spart der Mix: SZE-Schränke im Technikraum, Edelstahl nur in der Waschzone.
Bedienplätze
PSL-Steuerpulte in Edelstahl für Linienbedienung — IP 54, mit HMI- und Tasterausschnitten.
Anforderungen — klar eingeordnet
AISI 304 oder 316?
304 für Standard-Hygieneumgebung, 316/316L bei Chloriden und aggressiver Reinigungschemie — beide ab Katalog bestellbar.
IP 65 nach EN 60529
Staubdicht und strahlwasserfest — ausgelegt für die tägliche Nassreinigung, nicht nur fürs Datenblatt.
Hygienic-Design-Prinzipien
Geschweißte Korpusse, geschäumte Dichtungen, glatte strukturgeschliffene Flächen (4NT) — leicht zu reinigen, ohne Schmutznester.
Werkstoff-Nachweis
Edelstahl nach EN 10088 mit dokumentierter Güte — Grundlagen im Werkstoff-Ratgeber.

Normen & Standards in Hygieneumgebungen
Die Werkstoffe sind europäisch sauber definiert: EN 10088 beschreibt die nichtrostenden Stähle — 1.4301 (AISI 304) als Standard für Hygieneumgebungen, AISI 316 wenn chloridhaltige Reinigungsmittel oder aggressive Medien im Spiel sind. Die Schutzart der SWN-Inox-Gehäuse ist IP 65 nach EN 60529: staubdicht und strahlwassergeschützt — die Basis für nasse Reinigungsprozesse; das Reinigungsregime im Detail wird projektbezogen abgestimmt.
Konstruktiv zählt, was die Reinigung erleichtert: glatte, geneigte Flächen statt Schmutzkanten, durchgehende Dichtungen, verdeckte Scharniere — Grundsätze des Hygienic Design, umgesetzt in Serien- und Sonderausführungen.
Welches Gehäuse für welche Zone der Produktion?
| Lösung | Schutzart | Werkstoff | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| SWN Inox | IP 65 | AISI 304 / 316 | Wandgehäuse direkt an der Linie |
| Steuerpulte PSL | IP 54 | Stahl oder Edelstahl | Bedienplätze in der Produktion |
| Edelstahl-Sonderbau | projektbezogen | AISI 304 / 316 | Prozesslinien, Sondermaße |
| SZE2 / SZE3 | IP 54/55 | Stahlblech, pulverbeschichtet | Technikraum & Trockenbereich |
| SZB IT | IP 20 | Stahlblech | Prozess-IT im Technikraum |
Typisches Projekt: Abfülllinie mit täglicher Nassreinigung
Ausgangslage: Eine Molkerei erweitert ihre Abfülllinie. An der Linie wird täglich mit Schaum und chloridhaltigen Mitteln gereinigt — alles, was dort hängt, muss das jahrelang mitmachen. Gleichzeitig sollen Steuerung und Prozess-IT trocken und zugänglich bleiben.
Die Lösung nach Zonen: SWN-Inox-Gehäuse in AISI 316 direkt an der Linie, ein PSL-Bedienpult in Edelstahl am Bedienplatz — beide mit glatten Flächen und ohne Schmutzkanten. Die Hauptsteuerung zieht in SZE-Schränke im Technikraum nebenan, die Prozess-IT in den SZB IT. Sondermaße passen die Gehäuse in die Linienführung ein; geliefert wird auf Wunsch verdrahtet mit Dokumentation.
304 oder 316: die Werkstofffrage in der Praxis
AISI 304 (1.4301) deckt den größten Teil der Lebensmittel- und Pharmaumgebungen ab — beständig gegen übliche Reinigungsmittel, gut zu verarbeiten, wirtschaftlich. AISI 316 spielt seine Mehrkosten dort aus, wo Chloride auftreten: Desinfektion auf Chlorbasis, Salzlaken, bestimmte Prozessmedien. Die ehrliche Antwort steht im Reinigungsplan des Betriebs — wer ihn früh auf den Tisch legt, bestellt den richtigen Werkstoff statt des teuersten. Mehr dazu im Werkstoff-Ratgeber.
Im Pharma-Umfeld kommt die Dokumentationstiefe dazu: Audits fragen nicht nur, woraus ein Gehäuse besteht, sondern ob es belegbar ist. Materialnachweise, Zeichnungsstände und Änderungshistorie je Gehäuse gehören deshalb zur Lieferung — und Sonderausführungen für Reinräume werden vorab spezifiziert statt nachträglich begründet. Das macht die Gehäusetechnik zum planbaren Teil der Qualifizierung statt zur offenen Flanke. Angebot samt technischer Zeichnung gibt es wie immer innerhalb von maximal 2 Werktagen.
Planungs-Checkliste: Gehäuse für Pharma & Lebensmittel
Diese Punkte sollten vor der Bestellung geklärt sein:
- Reinigungsregime: Mittel, Temperatur, Frequenz — chloridhaltige Reiniger sprechen für AISI 316.
- Zonen trennen: Nassbereich, Trockenbereich, Technikraum — je Zone Werkstoff und Schutzart festlegen.
- Hygienic Design: geneigte Oberflächen, durchgehende Dichtungen, keine offenen Spalte — bei Sonderbauten früh spezifizieren.
- Schutzart: IP 65 für die Linie; höhere Anforderungen ans Reinigungsverfahren projektbezogen klären.
- Sondermaße: Gehäuse folgen der Prozesslinie — Maße, Kabelwege und Montage vor der Konstruktion abstimmen.
- Dokumentation: Materialnachweise und Zeichnungen je Gehäuse — für Audit und Instandhaltung.
Warum ZPAS
Weil Audits keine Ausreden akzeptieren: ZPAS liefert die Edelstahl-Ausführung ab Katalog statt als Sonderfall — mit kurzen Lieferzeiten, Sondermaßen nach Zeichnung und auf Wunsch komplett bestückt und verdrahtet.
Häufige Fragen
Welcher Edelstahl für die Lebensmittelproduktion?
AISI 304 (1.4301) ist der Standard für Hygieneumgebungen; bei chloridhaltigen Reinigern und Salzlaken empfiehlt sich AISI 316/316L. Beide sind beim SWN Inox über den Bestellschlüssel wählbar.
Halten die Gehäuse tägliche Hochdruckreinigung aus?
Ja — IP 65 nach EN 60529 mit geschweißtem Korpus und geschäumter Dichtung ist genau dafür ausgelegt. Wichtig ist die fachgerechte Kabeleinführung, die ZPAS ab Werk vorbereitet.
Gibt es auch Edelstahl-Bedienpulte?
Ja, die PSL-Steuerpulte sind in Edelstahl lieferbar — mit Ausschnitten für HMI, Tastatur und Befehlsgeräte, IP 54.
Sind Sondermaße für Prozesslinien möglich?
Ja — neben den Kataloggrößen fertigt ZPAS Edelstahl-Gehäuse nach Zeichnung, inklusive Innenausbau und Klimatisierung. Angebot in maximal 2 Werktagen.
Nach welcher Norm sind die Edelstahl-Werkstoffe spezifiziert?
Nach EN 10088: 1.4301 (AISI 304) als Standard für Hygieneumgebungen, AISI 316 bei chloridhaltigen Reinigungsmitteln und aggressiven Medien. Materialnachweise kommen projektbezogen mit.
Was bedeutet IP 65 für die Reinigung an der Linie?
IP 65 nach EN 60529 heißt: staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser aus allen Richtungen — die Basis für nasse Reinigung an der Linie. Das konkrete Reinigungsverfahren (Druck, Temperatur, Chemie) wird projektbezogen abgestimmt.
Liefert ZPAS auch die Technikraum-Ausstattung dazu?
Ja — SZE-Schaltschränke für die Hauptsteuerung, 19-Zoll-Schränke für die Prozess-IT und Klimatisierung, auf Wunsch verdrahtet ab Werk — eine Dokumentation über alle Zonen.
Hygiene-Projekt anfragen?
Einsatzbereich und Reinigungsregime genügen — Angebot in maximal 2 Werktagen.